Eigentümer-Pflichten für Bestandswohngebäuden

Die neue Energieeinspar-Verordnung, die ab dem 1. Mai 2014 gilt, fordert von Eigentümern von Bestandsimmobilien folgende Nachrüstungen.

 

Austausch von Heizkesseln

Alte Heizkessel, die mit Öl oder Gas betrieben werden müssen ausgetauscht werden, wenn wie 30 Jahre alt geworden sind. Heizkessel von vor 1985 dürfen ab 2015 nicht mehr betrieben werden. Danach müssen entsprechend Heizkessel von 1986 im Jahr 2016, von 1987 im Jahr 2017 usw., erneuert werden, Ausnahmen von dieser Regelung gelten für Niedertemperatur- und Brennwertkessel.

 

Dämmung von Heizungs- und Warmwasserrohren

Heizungs- und Warmwasserrohre in unbeheizten Räumen müssen gemäß dem Stand der Technik gedämmt werden.

 

Oberste Geschossdecken

Weiterhin gilt, dass die oberste Geschossdecke eines Hauses gedämmt sein muss. Oberste Geschossdecken sind Decken beheizter Räume zum unbeheizten Dachgeschoss. Alle obersten Geschossdecken, die nicht die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz erfüllen, müssen spätestens ab 2016 gedämmt sein müssen (U-Wert ≤ 0,24 W/m²K). Fragen Sie dazu unsere Energieberater. Erfüllt ist die Forderung natürlich auch, wenn das Dach darüber gedämmt ist.

 

Ausnahmen

Der Kesseltausch, die Dämmung von Heizungs- und Warmwasserrohren sowie die Dämmung der obersten Geschossdecke brauchen nicht durchgeführt werden, wenn diese Maßnahmen unangemessen aufwändig sind. Falls sich die Maßnahmen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist amortisieren.

 

Bei Ein- und Zweifamilienhausbesitzern, die bis zum 1. Februar 2002 ihr Haus selbst genutzt haben, gelten die Anforderungen nur dann, wenn es seit dem 1. Februar 2002 einen Eigentümerwechsel gegeben hat. Die Frist zur Erfüllung der Pflicht beträgt dann zwei Jahre.